Seit Anfang des Schuljahres schwitzen 13 Schülerinnen und Schüler im Mathe-Vertiefungskurs bei Frau Rothfuß über Folgen und Reihen. Damit der ganze Unterricht nicht realitätsfremd und trocken bleibt, organisierte Frau Rothfuß am 6. November einen Ausflug an die Universität Tübingen, an der ihr eigener ehemaliger Professor gerade wieder Mathematik-Vorlesungen für die Erstsemester gibt. Da im Vertiefungskurs momentan das gleiche Thema behandelt wird wie an der Uni, bot die Exkursion nicht nur einen Einblick in den Uni-Alltag, sondern auch den direkten Vergleich zwischen Schulunterricht und Vorlesung.

Treffpunkt war um 8.10 Uhr am Bahnhof und es gab gleich schlechte Nachrichten: Der geplante Zug fiel wegen eines technischen Defekts aus. Also eine Stunde im Bäcker warten und dann auf den nächsten hoffen. Dieser kam glücklicherweise ohne Verspätung und so war Tübingen nach 1h 20 erreicht. Dort in den Bus und hoch über die Stadt zum Mathe- und naturwissenschaftlichen Campus. Den ersten Teil der Vorlesung hatte die Gruppe leider schon verpasst, weshalb der Einstieg in die zweite Hälfte zunächst recht schwer fiel. Aber nach einer Weile und vier vollgeschriebene Tafeln später, kam zumindest die Ahnung, worum es ging. Anschließend führte ihr Weg die ausgehungerten Mathematiker in die Mensa der Universität, bevor Frau Rothfuß sie in einem exklusiven Rundgang über den Campus ihrer ehemaligen Uni führte.  Danach ging es, auch wegen des trüben und regnerischen Wetters, wieder an den Rückweg, sodass der Heimatbahnhof Oberndorf um 16.38 Uhr erreicht wurde.

Trotz Verspätung und schlechtem Wetter, war es ein gelungener Ausflug der deutlich machte, wie gut man es als Schüler im Vergleich zum Studenten im Unterricht hat.

Im Mathe-Vertiefungskurs geht es zum einen darum, einen Teil der Unterrichtsinhalte des Mathe-Kurses, die auf Grund der Umstellung zu G8 aus dem Lehrplan gefallen sind, aufzufangen und zum anderen, bereits einfachen Themen des Mathematik-Grundstudiums vorzugreifen. Insgesamt soll der Unterricht auch den Bedürfnissen und Interessen der Schüler angepasst werden und so eine Ergänzung und keine Vertiefung des "normalen" Mathe-Kurses sein.

SJAG